2021 – Gartentipp 15 – Urban Gardening – Genussoasen in der Stadt

2021 – Gartentipp 15 – Urban Gardening – Genussoasen in der Stadt

(Teil-)Selbstversorgung mit Obst, Gemüse und Kräutern liegt im Trend – auch in der Stadt. Eigene Grundstücke, Gemeinschaftsgärten oder öffentliche Flächen werden genutzt. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie zeigen auf, wie vielfältig Gärtnern in der Stadt sein kann, um diese grüner und „essbarer“ zu machen.

Wo Beton und Asphalt die Oberhand haben, sind Pflanzen wichtig. Sie produzieren den für uns wichtigen Sauerstoff und kühlen die Sommerhitze etwas ab. Manche liefern uns auch noch wertvolle Nahrungsmittel.

Gärtnern in der Stadt – zu unserem Wohl

Gerade in den letzten Jahren haben sich die städtischen Bereiche stark gewandelt. Öffentliches und privates Grün tritt stärker in den Focus und wird vielfältiger. Der Wunsch nach „Landleben“ in der Großstadt wird größer.

Balkone, Terrassen und Stadt-Gärten entwickeln sich zu grünen Oasen. Verschiedene Gefäße und Beeten sind bestückt mit kleinen Obstgehölzen, verschiedenem Gemüse und bunten Blumen. Sie werden gehegt und gepflegt, tragen zum Wohlbefinden bei, wenn man beobachtet, wie sich die Pflanzen entwickeln und wie sie auch Insekten erfreuen.

Direkt am Haus oder in der näheren Umgebung können Sie eigenes Obst und Gemüse ziehen. So haben Sie Einfluss auf die jeweiligen Arten und Sorten, vor allem aber auch auf die Bewirtschaftung und Pflege. Biologisches und naturnahes Gärtnern bringt gesunde und regionale Lebensmittel hervor. Durch das eigene Kultivieren lernen wir wieder, was „saisonal“ bedeutet. Lebensmittel, selbst mit optischen Fehlern, werden wertgeschätzt, denn Gemüse oder Obst braucht Pflege und Zeit bis zur Ernte.

Initiativen und Privatpersonen bestücken Hinterhöfe und öffentliche Flächen mit Kunststoffkisten, Paletten, Hochbeeten, großen Töpfen und anderen Gefäßen, um blühendes und fruchtendes Grün mitten in der Stadt zu haben. Gemeinsames Gärtnern fördert auch die Gemeinschaft. Verschiedene Generationen kommen wieder ins Gespräch, Menschen unterschiedlicher Herkunft tauschen sich über die Pflege der Pflanzen aus und manche kochen und genießen gemeinsam ihre Ernte.

Blühende Pflanzen locken unterschiedliche Insekten an. Bienen, aber auch einige Nützlinge, fühlen sich wohl, wenn Kräuter blühen oder andere Pflanzen, vor allem mit ungefüllten bunten Blüten, zwischen den Gemüsen wachsen.

Urban Gardening Demonstrationsgärten in Bayern

„Lust auf Gemüse in der Stadt“: unter diesem Motto soll den Menschen in den Ballungsräumen die Freude am Gärtnern auch auf kleinsten Flächen im städtischen Raum vermittelt werden. In jedem Regierungsbezirk gibt es künftig einen Demonstrationsgarten. Dort finden Sie Hinweise zu den verschiedensten Anbaumethoden vom Hochbeet über den Kistengarten bis hin zum Anbau von Gemüse und Kräutern an der Wand. Das Projekt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim wird von der Bayerischen Gartenakademie gemeinsam mit dem Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau durchgeführt und vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert. Vor allem Familien und junge Erwachsene, die sich mit den Themen Saisonalität und Regionalität beschäftigen, erhalten Anregungen und Beispiele für den Anbau gesunder Lebensmittel, auch als Beitrag zur Wiederbelegung unserer Stadtnatur. Auch Kurzseminare vor Ort sind geplant, um den Austausch und Wissenstransfer zur fördern.

Link zu den Urban Gardening-Seite der LWG: https://www.lwg.bayern.de/urban-gardening/index.php

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

2021 – Gartentipp 14 – Kisten-Kartoffeln oder „tolle Knolle“ im Kübel

2021 – Gartentipp 14 – Kisten-Kartoffeln oder „tolle Knolle“ im Kübel

Normalerweise wachsen Kartoffeln auf dem Acker oder im Gartenboden. Doch auch in einem Kübel oder einer Kiste kann man das Knollengemüse anpflanzen. Wie das geht und was zu beachten ist, erklären die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Kartoffeln – ein gesundes und vielseitig verwendbares Gemüse. Mit einfachen Tricks ist die Ernte auf Balkon, Terrasse oder im Innenhof möglich.

Vorbereitungen treffen

Zunächst benötigen Sie ein passendes Gefäß. Kübel, Plastikeimer, Kisten oder Säcke sollten mindestens 15 Liter oder besser noch mehr fassen. Als Kartoffelpflanztopf, Kartoffelpflanzturm oder Kartoffelsack werden geeignete Gefäße im Handel angeboten. Hier wachsen dann kleine Mengen der schmackhaften Knollen heran. Zu empfehlen sind große, dunkelwandige Kunststoffgefäße, weil sie sich schnell erwärmen. In der prallen Sonne dürfen sie aber nicht stehen, da sonst die Pflanzenwurzeln an der aufgeheizten Topfwand Schaden nehmen. Staunässe schädigt ebenfalls. Durch Löcher im Boden kann das Wasser ablaufen.

Verwenden Sie Saatkartoffeln zum Pflanzen. Sie eignen sich besser als Speisekartoffeln. Sie sind sortenrein, weniger krankheitsanfällig und wuchsfreudiger. Probieren Sie doch auch blaue oder rote Kartoffeln oder regionale Spezialitäten.

Und los geht‘s

Zunächst kommt eine Drainageschicht aus Tonscherben, Kies oder Blähton von etwa fünf Zentimeter in das Gefäß. Anschließend füllen Sie eine Erdschicht von 15 Zentimeter auf. Verwenden Sie dafür am besten ein nährstoffreiches Substrat, zum Beispiel hochwertige Kübelpflanzen- oder Blumenerde. Legen Sie nun die Pflanzkartoffeln ein und bedecken sie mit weiteren fünf Zentimeter Erde. Dann wird angegossen. Für einen Zehn-Liter-Eimer benötigt man etwa drei bis vier Knollen. Von Vorteil sind Kartoffeln, die an einem hellen Platz schon etwas vorgekeimt sind und kleine Austriebe besitzen. Sie wachsen dann zügig weiter.

Pflegemaßnahmen während des Wachstums

Spitzen die ersten Kartoffeltriebe etwa fünf Zentimeter aus der Erde, füllen Sie Erde seitlich bei, bis kein Grün mehr zu sehen ist. Diesen Vorgang wird wiederholt, bis die Erde den Gefäßrand erreicht. So fördern Sie die Knollenbildung.

Anders als in den Beeten trocknen die durstigen Kartoffelpflanzen in den Gefäßen schnell aus. Gießen Sie deshalb regelmäßig, besonders bei warmem, trockenem Wetter. Zuviel Nässe jedoch fördert Pilzkrankheiten; das gilt es zu vermeiden.

Gibt es nochmal frostige Nächte, schützen Sie die Kartoffeltöpfe mit Vlies, damit das Laub nicht erfriert. Sollten Sie Kartoffelkäfer an den Pflanzen finden, dann heißt es: Absammeln.

Kartoffelernte

Zu Zeit der Blütenbildung entwickeln sich die schmackhaften Knollen. Übrigens sind die entstehenden grünen Früchte giftig!

Nach 90 bis 100 Tagen können Sie Frühkartoffeln ernten. Spätere Kartoffel-Sorten eigen sich auch für die Lagerung. Sie sind erst nach etwa 140 Tagen erntereif. Solange die Pflanzen grün sind und wachsen, lagern die Knollen noch Stärke ein. Erst wenn das Laub verdorrt, wird es Zeit für die Ernte der Powerknollen. Dafür ziehen Sie die Pflanzen einfach heraus und graben am besten mit den Händen nach den Knollen, um diese nicht zu verletzen.

(Bilder: Christine Scherer sowie Isolde Keil-Vierheilig © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung

2021 – Gartentipp 13 – Ostern mit frischen Kräutern

2021 – Gartentipp 13 – Ostern mit frischen Kräutern

Im Frühling ist die Zeit des Erwachens der Natur. So liegt es nah, die Osterspeisen mit dem frischen Grün der Kräuter zu würzen. Die Fachleute der Bayerische Gartenakademie geben Tipps zu Kräutern, die auch jetzt schon im Garten zu finden sind.

Kräuter bieten im Frühling schon die ersten Vitamine gegen den Winterblues. Ein paar Pflanzen spitzen im Garten aus der Erde, andere bietet der Handel im Topf an.

Speisen mit Grün

Am Gründonnerstag gibt es traditionell Eierspeisen mit grünen Zutaten. Oft ist es Spinat. Junge Brennnesselblätter können diesen ersetzen oder anreichern. Für die „Grüne Soße“ finden die feingehackten Kräuter Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch Verwendung; anderenorts auch mit Dill und Zitronenmelisse.

Nutzen Sie auch für den Osterbrunch frische Kräuter. Als Garnierung eignen sich besonders Schnittlauch und Petersilie sowie Kresse. Diese können Sie noch ganz schnell auf der Fensterbank anziehen. Innerhalb einer Woche habe sie erntefähige Keimlinge. Kräuterbutter auf das Brot? Nutzen Sie Kräuter, die Ihnen zur Verfügung stehen. Junge Austriebe der Zitronenmelisse geben einen fruchtigen Frischeton. Auch Sauerampfer und überwinterte junge Borretschblätter sowie die ersten Schnittlauchhalme, Blätter der Wilden Rauke und der Pfefferminze kann man gut nutzen. Bärlauch, Zitronenmelisse und Oregano treiben üppig junges Grün. In kälteren Regionen können Sie Vlies auflegen. So regen Sie die Kräuter zum Wachsen an.

Wildkräuter im Garten? Viele bringen ebenfalls Würze in den Speiseplan. Gerade wenn sie jung aus der Erde kommen sind sie noch zart und schmackhaft. Dazu

gehören beispielsweise Knoblauchsrauke, Brennnessel und Giersch, deren junge Blätter in der Küche verwendet werden können. Dekorativ schmücken die Blüten von Gänseblümchen und Veilchen. Ganz nach dem Motto: iss dein „Unkraut“ einfach auf!

Würzige Ostergeschenke

Warum nicht mal zu Ostern Kräuter verschenken? In Gemüsegärtnereien, Gartencentern oder im Lebensmitteleinzelhandel finden Sie nun schon verschiedene Kräuter in Töpfen. Viele sind winterhart und können schon bald ins Freie gepflanzt werden, sei es im Kräuterbeet oder in ein Gefäß auf Balkon oder Terrasse. Achten Sie jedoch auf Frostschutz. Die Kräutertöpfe wurden im Gewächshaus angezogen und vertragen die Minustemperaturen nicht. Lediglich Basilikum braucht noch längere Zeit einen Platz auf einer hellen Fensterbank, denn er ist sehr kälteempfindlich.

Zu den beliebtesten und häufig genutzten Küchenkräutern gehören Schnittlauch und Petersilie. Von ihnen kann man fast nie genug haben. Sie lassen sich am besten frisch geerntet verwenden. Petersilie gibt es mit glatten oder krausen Blättern. Oftmals wurden die Pflänzchen eng gesät, so dass man sie büschelweise vereinzeln und mehrere Gefäße oder einen größeren Topf damit bestücken kann.

Kräuter würzen nicht nur unser Essen. Durch den Duft wirken Sie auch auf unser Gemüt und heben die Stimmung. Verschenken Sie Kräuter, die anregen und Lebens-Freude bereiten. Verschenken Sie würzige grüne Ostern.

(Bilder: Christine Scherer, Isolde Keil-Vierheilig sowie Marianne Scheu-Helgert © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/268221/index.php

OGV Harburg gestaltet Osterbrunnen

OGV Harburg gestaltet Osterbrunnen

Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Harburg gestalteten auch heuer den Marktplatz und die Brunnen österlich. Die Vorbereitungen liefen wegen Corona etwas anders ab. Die einzelnen Gestaltungselemente wurden in vielen Vorbereitungsstunden in Zweierteams an verschiedenen Orten angefertigt. Wir hatten in den vorausgegangenen Wochen selbst marmorierte Eier hergestellt, neue Eierketten gebastelt, die Weideneier und -kränze geflochten und die Girlanden gebunden.

In kleinen Gruppen konnten dann rechtzeitig zu Frühlingsanfang die Brunnen auf dem Marktplatz und in der Nördlinger Straße geschmückt und mit Eiern und Weidengeflechten dekoriert werden. Der Wasserkrug vor dem Kaffee Käferlein erhielt eine Girlande und wurde mit Eiern bestückt. Große und kleine Eier aus Weiden geflochten zieren den Marktplatz. Besonders heraus stechen der große Brunnen am Marktplatz mit Osternest in der Brunnenschale, großen Eiern und einem Osterhasen und der Brunnen in der Nördlinger Straße mit der neu gebastelten Hasenfamilie, dem Weidennest, schmückenden Kränzen und weiteren liebevollen Details.

Wir danken ganz herzlich für alle Materialspenden, besonders der Lehrlingswerkstätte der Firma Märker für die Baustahlformen zu den Ostereiern und allen Helfern für das gute Zusammenarbeiten.

2021 – Gartentipp 12 – Die Obsthecke im Garten

2021 – Gartentipp 12 – Die Obsthecke im Garten

Obstspalier April

Kiwi am Spalier

Zäune, Mauern und Hecken grenzen Grundstücke und Gärten ab. Sie sorgen auch für Wohlbefinden und einen geschützten Raum. Warum nicht eine Hecke mit Mehrfachnutzen? Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps zu einer Obsthecke, die sich an vielen Orten realisieren lässt.
Thuja und Co. leiden unter dem Klimawandel. Da braucht es Alternativen. Sicher, eine Obsthecke ist nicht ganzjährig dicht, aber gerade in den Sommermonaten hält sie störende Einblicke ab und schenkt Geborgenheit im Garten. Die Früchte eignen sich dann auch noch zum Genießen.

Wenig Platz und reiche Ernte

Himbeerhecke

Heckenerziehung Johannisbeere

Besonders schmale und niedrigere Hecken lassen sich gut mit Spalier-Beerenobst verwirklichen. Him- und Brombeeren werden schon immer an Drahtrahmen fixiert und bilden eine klassische Naschhecke. Nicht ganz so bekannt ist, dass auch Stachel- und Johannisbeeren gut an einem Gerüst wachsen. Hierfür werden nur jeweils zwei bis drei junge Triebe an Drähten festgebunden, die aber sehr wüchsig sind und gute Fruchtqualitäten liefern.
Typisch für Drahtgerüste sind auch Kletterpflanzen wie die Kiwibeere und die Tafeltraube. Beide werden am Ende des Winters stark zurückgeschnitten und bilden über den Sommer neben wohlschmeckenden Früchten auch eine dichte grüne Laubwand. Durch den starken Wuchs eignen sich die Pflanzen auch zum Begrünen von Pergolen und Gitterelementen.
Ebenfalls nur auf maximal zwei Meter Höhe können Sie auch andere Obstspaliere halten. Sehr gut lässt sich eine schmale Abgrenzung mit Apfel- und Birnenspalieren gestalten. Allerdings gehören Spaliere zur Kür beim Obstbaumschnitt und erfordern ein sorgfältiges Pflegen im Jahresverlauf. Durch verschiedene Spalierformen sind sie tolle Gestaltungselemente.

Darf es ein bisschen mehr sein?

Säulenäpfel

Spindelerziehung Johannisbeere

Höher als zwei Meter und trotzdem schmal wird das Säulenobst oder Ballerinabäume. Es sind vor allem spezielle Apfelsorten, die wirklich nur als schmale Säule mit dominierendem Stamm, an kurzen Seitentrieben ihre Früchte bilden. Durch die schmale Wuchsform können die Gehölze mit einem Abstand von 50 Zentimetern gepflanzt werden.
In eine breitere Heckenanlage können Sie auch Wildobststräucher mit einbeziehen: Schein- bzw. Zierquitte (Chaenomeles) und Schwarze Apfelbeere (Aronia) als niedrige Büsche. Als Großsträucher kommen Schwarzer Holunder, Kornelkirsche, Felsenbirne und Haselnuss sowie Wildpflaumen in Frage.

Allgemeine Informationen

Spalier mit Kernobst

Wo der Garten nicht an einer viel befahrenen Straße liegt, können Sie Obstgehölze als nutzbringendes Einfriedungsgehölz verwenden. Niedrige Obsthecken eignen sich besonders für kleine Gärten, z.B. bei einem Reihenhaus, denn jeder Platz wird gut genutzt. Beachten Sie bei der Heckenanlage die Vorschriften. So gelten in Bayern allgemein folgende Abstände: bei einer maximalen Höhe von zwei Metern beträgt der Pflanzabstand 0,5 Meter zur Grenze. Bei Höhen darüber bleiben Sie zur Grundstücksgrenze mindestens zwei Meter entfernt. Erkundigen Sie sich vorsorglich bei Ihrer Gemeindeverwaltung.
Verwenden Sie bei der Anlage der Spalieranlage haltbares langlebiges Material (beispielsweise verzinktes Material oder Edelstahl). Ihre Pflanzen sollen mehrere Jahre daran wachsen können. Holz verrottet oft innerhalb weniger Vegetationsperioden, gerade dann wenn es mit Erde in Verbindung kommt.
Da Obstgehölze nicht vollkommen blickdicht einfrieden, können auch nur Teilstücke des Gartens mit damit umrahmt werden. Dies lockert die Gartengrenze auf.

Die Obsthecke – wertvoll auch für andere

Apfelspalier

Stachelbeerhecke

Zu unterschiedliche Zeiten schmücken sich die Obstgehölze mit schönen Blüten. Manche sind klein und eher unscheinbar wie bei Stachel- und Johannisbeere, andere dagegen besitzen auffallende große Blüten. Apfelbäume erscheinen dann im weiß-leicht rosafarbenem Blütenmeer. Die Blüten der Obstgehölze sind wahre Bienenmagnete, denn dort finden Bienen und andere Insekten Nahrung durch Pollen und Nektar. Gleichzeitig nützt es auch uns, denn durch eine gute Bestäubung und Befruchtung steigert sich die Erntemenge. Ernten wir nicht alles ab, z.B. bei einer Wildobsthecke, dann freuen sich auch Vögel über die saftigen Früchte.

(Bilder: Christine Scherer sowie Hubert Siegler © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/267879/index.php