
Beim Frühjahrsputz im Garten fallen nun die Auswirkungen der sehr frostigen und zum Teil sehr sonnigen Woche im Februar auf. Dank des rechtzeitigen Schneefalls zeigen Stauden und Zwiebelblumen kaum Schäden. Dass immergrüne Gehölze jedoch besonders gelitten haben, erfahren die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie am Gartentelefon.
Auch im Klimawandel sind frostige Temperaturen möglich. In der Gesamtsumme war jedoch der Februar zu warm, auch wenn die Temperaturen zeitweise im zweistelligen Minusbereich lagen. Dann gab es Temperatursprünge von über 30 Grad, sodass fast warme 20 Grad Celsius erreicht wurden.
Erkennbare Schäden an Pflanzen

Schaut man sich im Garten oder auch in der Umgebung um, so erkennt man nun verbräunte Pflanzen. Oft sind es nicht ganze Pflanzen, sondern Teile wie einzelne Blätter oder junge Austriebe. Manchmal sind auch nur einseitige Schäden erkennbar oder der Schaden tritt an oberen Pflanzenteilen auf. Es sind vor allem immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer, Thuja, Liguster, Heckenmyrthe (Lonicera nitida). Auch der sonst in Weinbaugebieten und an geschützten Standorten kälteverträgliche ausgepflanzte Rosmarin zeigt deutlich braune Verfärbungen und Frostschäden. Pflanzen in Kästen und vor allem kleineren Gefäßen sehen oft ebenfalls erfroren aus.
Ligusterhecke
Liguster lebt
Doch beispielsweise bei Liguster sieht der Schaden schlimmer aus als er ist. Er hat die Blätter verloren und die Triebe sind bräunlich verfärbt. Kratzt man aber mit dem Daumen an der der Rinde, so ist der Zweig noch grün.
angetriebene Rosen
Mancherorts hatten die Rosen schon angetrieben. Der starke Frost hat dies wieder zunichte gemacht und es sind sogar ganze Triebe erfroren. Schneiden Sie Rosen deshalb nicht zu früh. So können Sie frostgeschädigte Triebe entfernen und haben trotzdem noch genug Knospen für junge Austriebe.
Frosttrocknis
Pflanzenschäden durch Kälte? Meist nur indirekt, denn größtenteils sind vor allem immergrüne Pflanzen vertrocknet. Wie kann das sein? Durch die tiefen Temperaturen konnten die Pflanzen das Wasser nicht in die Blätter transportieren. Bei Pflanzen in Kästen oder Gefäßen war der gesamte Wurzelballen durchgefroren; eine Wasseraufnahme somit unmöglich. Bei größeren Gehölzen im Garten kam außer dem gefrorenen Holz auch noch Wassermangel im Boden dazu, obwohl der Boden heuer nicht durchgefroren war.
Betrachtet man die geschädigten Pflanzen erkennt man, dass der Standort eine wesentliche Rolle einnimmt. Geschützte Stellen, z.B. nahe der Hauswand, im halbschattigen Bereich, zeigen oft weniger Schäden. In offenen Lagen, mit Wind und Wintersonne, ist die Schädigung meist größer. Bei Gehölzen an Straßen oder Gehwegen können die Auswirkungen größer sein oder sich auch in den nächsten Wochen noch zeigen, wenn Streusalz eingesetzt wurde.
Schnee schützt
Noch rechtzeitig vor den eisigen Temperaturen fiel Schnee, selbst in milden Gegenden, wo Schnee kaum noch gekannt wird. Schnee legt sich schützend wie ein Teppich über die Erde und die Pflanzen. Niedrige Zwiebelblumen wie Winterling, Schneeglöckchen und Krokus zeigen keinen Schaden und sie blühen einfach weiter. Selbst Feldsalat auf dem Beet hat die Kältewelle unbeschadet überstanden. Unter der Schneedecke war der Boden gar nicht durchgefroren.
Und dann…..
Schneiden Sie geschädigte Pflanzenteile zurück. Eine leichte Düngung erleichtert den Pflanzen mit den Schädigungen zurechtzukommen. Nutzen Sie die Chance bei Totalverlust und verändern Sie den Garten mit Neuem.
Auch in Zukunft wird es längere frostige Phasen im Winter geben, die oft nur sehr lokal zu Schäden führen. Wässern Sie bei offenem Boden gelegentlich im Herbst und Winter Ihre Immergrünen vor allem vor Frostphasen, um Frosttrocknis vorzubeugen. Bei Obstbäumen hilft das Weißeln der Stämme oder das Umbinden mit Tannengrün bzw. Jute oder Vlies. Dann erwärmt sich der Stamm bei starker Sonneneinstrahlung nicht so stark und der Saftfluss wird verzögert. Starke Fröste könnten sonst zu Stammrissen führen.
(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de
Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/266860/index.php

Nachdem im vorigen Jahr der Stadtbrunnen durch einen Unfall zerstört war, kann heuer der Osterbrunnen vom Obst- und Gartenbauverein wieder geschmückt und farbenprächtig dekoriert werden.
Ungeduldige haben schon ausgesät. Doch die Freude hält sich oft in Grenzen, denn die Pflänzchen sind weich, dünn und hochgeschossen. Dies ist die Folge von zu früher Aussaat, denn Januar und Februar bieten selbst am Fensterbrett noch kein ausreichendes Lichtangebot. Das Ziel sollten jedoch kräftige und kompakte Pflänzchen sein. Das Aussäen erfolgt Mitte bis Ende März. Durch gute Lichtverhältnisse wachsen nun starke Pflanzen heran, die je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden. Kleinere und kompaktere Pflanzen wachsen oft besser an und holen mögliche Wuchsdefizite schnell nach.
Neben den gewählten Tomatensorten benötigt man Aussaatgefäße und ein spezielles Anzuchtsubstrat. Aussaatgefäße können sehr unterschiedlich sein. Es eignen sich flache Kisten, Blumentöpfe, Joghurtbecher, Multitopfplatten , Gemüseschalen und vieles mehr. Wichtig sind Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bliebt die Erde grundsätzlich weniger nass, bilden sich stärkere Wurzeln. Nutzen Sie spezielle Aussaaterden. Sie sind nährstoffarm, feinkrümelig, luftig und besitzen weitere gute Voraussetzungen für die jungen Keimlinge. Ganz wichtig sind Etiketten. Besonders bei der Aussaat mehrerer Tomatensorten ist eine sorgfältige Beschriftung wichtig, da beispielsweise nicht alle Sorten ausgegeizt werden müssen oder sie sehr unterschiedlich vom Wuchs sind. Außerdem lässt sich dann die einzelne Sorte besser beurteilen.
Füllen Sie das Substrat in die Aussaatgefäße bis knapp unter den Rand. Dann legen Sie die Samen einzeln ab und drücken sie leicht an bevor sie mit etwas Erde abgedeckt werden. Dann gießen Sie vorsichtig, aber durchdringend mit einem feinen Wasserstrahl. Jetzt kann das Samenkorn quellen. Tomaten besitzen relativ große Samen. Entweder legen Sie das Samenkorn einzeln in Töpfchen oder auch mehrere Samen in ein größeres Gefäß. Wichtig ist ausreichender Platz beim Keimen. Später pikiert man dann die jungen Pflänzchen in einen kleinen Topf.


Primeln, Ranunkeln, Anemonen, Tausendschön, Vergissmeinnicht und Hornveilchen verbreiten gute Laune. Sie strecken gemeinsam mit den vielen blühenden Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen ihre farbenfrohen Blüten in die Sonne. Das Angebot ist nun sehr vielfältig. Kombiniert mit frühlingsblühenden Stauden sind Balkon, Terrasse und Eingangsbereich über Wochen bunt geschmückt.
Gemüseanbau im Kleinen, auf Balkon, Terrasse oder im Hinterhof, findet immer mehr Liebhaber. Eine Vliesauflage bei kalten Tagen und Nächten schützt die jungen Gemüsesetzlinge. Erste Salatpflanzen, vor allem der robuste Eichblattsalat, und Kohlrabi bekommen einen Platz im Balkonkasten oder in Kisten. Schnell noch ein paar Radiessamen in die Erde gedrückt. Auch kältetolerante Kräuter kommen an geschützte Stellen ins Freie. Das wärmeliebende Basilikum jedoch bleibt besser am Küchenfenster stehen.
Nutzen Sie die Zeit und besuchen Sie Gartencenter, Gärtnereien und Baumschulen sowie Blumenläden, um das eigene Umfeld mit frühlingshafter Pflanzenfreude zu schmücken – sei es der Balkon, die Terrasse oder die Wohnung. Doch halten Sie Abstand beim Einkaufen.

