Vorbereitungen für die Gestaltung der Osterbrunnen laufen auf Hochtouren.

Vorbereitungen für die Gestaltung der Osterbrunnen laufen auf Hochtouren.

 

Nachdem im vorigen Jahr der Stadtbrunnen durch einen Unfall zerstört war, kann heuer der Osterbrunnen vom Obst- und Gartenbauverein wieder geschmückt und farbenprächtig dekoriert werden.

Corona bedingt konnten die Vorbereitungen nur in Zweierteams und an verschieden Orten stattfinden. In den letzten Wochen wurde der Osterschmuck erstellt: zahlreiche Eier marmoriert und aufgefädelt, Buchs geschnitten und Girlanden gebunden, Weideneier geflochten, geschmückt und mit Schleifen verziert. In den nächsten Tagen werden alle Details an die Brunnen angebracht, so dass sich jeder daran erfreuen kann.

Wir danken ganz herzlich für alle Materialspenden, besonders der Lehrlingswerkstätte der Firma Märker für die Baustahlformen zu den Ostereiern und allen Helfern für das gute Zusammenarbeiten.

2021 – Gartentipp 11 – Tomaten selbst anziehen

2021 – Gartentipp 11 – Tomaten selbst anziehen

Wir träumen von saftigen, fruchtigen und nicht nur roten Tomaten aus dem eigenen Garten. „Jetzt ist die Zeit zum Aussäen, damit der Traum der Tomatenvielfalt wahr wird“, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.
Möchte man spezielle Tomatensorten, so bleibt nur die Selbstaussaat. Bis zur Pflanzung im Mai sollen sich kräftige Jungpflanzen entwickeln. Deshalb ist einiges zu beachten.

Aussaat erst Mitte März

Ungeduldige haben schon ausgesät. Doch die Freude hält sich oft in Grenzen, denn die Pflänzchen sind weich, dünn und hochgeschossen. Dies ist die Folge von zu früher Aussaat, denn Januar und Februar bieten selbst am Fensterbrett noch kein ausreichendes Lichtangebot. Das Ziel sollten jedoch kräftige und kompakte Pflänzchen sein. Das Aussäen erfolgt Mitte bis Ende März. Durch gute Lichtverhältnisse wachsen nun starke Pflanzen heran, die je nach Witterungsverhältnissen ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden. Kleinere und kompaktere Pflanzen wachsen oft besser an und holen mögliche Wuchsdefizite schnell nach.

Das brauche ich für die Aussaat

Neben den gewählten Tomatensorten benötigt man Aussaatgefäße und ein spezielles Anzuchtsubstrat. Aussaatgefäße können sehr unterschiedlich sein. Es eignen sich flache Kisten, Blumentöpfe, Joghurtbecher, Multitopfplatten , Gemüseschalen und vieles mehr. Wichtig sind Abzugslöcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Bliebt die Erde grundsätzlich weniger nass, bilden sich stärkere Wurzeln. Nutzen Sie spezielle Aussaaterden. Sie sind nährstoffarm, feinkrümelig, luftig und besitzen weitere gute Voraussetzungen für die jungen Keimlinge. Ganz wichtig sind Etiketten. Besonders bei der Aussaat mehrerer Tomatensorten ist eine sorgfältige Beschriftung wichtig, da beispielsweise nicht alle Sorten ausgegeizt werden müssen oder sie sehr unterschiedlich vom Wuchs sind. Außerdem lässt sich dann die einzelne Sorte besser beurteilen.

So geht die Aussaat

Füllen Sie das Substrat in die Aussaatgefäße bis knapp unter den Rand. Dann legen Sie die Samen einzeln ab und drücken sie leicht an bevor sie mit etwas Erde abgedeckt werden. Dann gießen Sie vorsichtig, aber durchdringend mit einem feinen Wasserstrahl. Jetzt kann das Samenkorn quellen. Tomaten besitzen relativ große Samen. Entweder legen Sie das Samenkorn einzeln in Töpfchen oder auch mehrere Samen in ein größeres Gefäß. Wichtig ist ausreichender Platz beim Keimen. Später pikiert man dann die jungen Pflänzchen in einen kleinen Topf.
Tomaten möchten es von Beginn an kuschelig warm. Optimal zur Keimung sind Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius. Ist die Saat aufgegangen, dienen leicht abgesenkte Temperaturen um 16 bis 18 Grad Celsius dazu, dass sich kurze und kräftige Jungpflanzen entwickeln können.
Licht ist zum Wachsen ganz wichtig. Nach der Keimung, sobald sich grüne Blättchen bilden, benötigen die Pflänzchen einen hellen Platz am Fenster. Mangelndes Licht führt zu dünnen und langen Trieben. Stellen Sie die Pflanzen eventuell auch auf eine Erhöhung und lassen Sie die Gardine weg. Sind die jungen Pflanzen pikiert und bereits gut angewachsen, können sie tagsüber bei warmen Temperaturen und vor praller Sonne geschützt auch ins Freie.
Haben Sie den Aussaatzeitpunkt verpasst oder fehlen die geeigneten Aussaatbedingungen, können Sie im Mai immer noch gesunde und kräftige Pflanzen beim Gärtner kaufen.

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/267272/index.php

2021 – Gartentipp 10 – Winterschäden

2021 – Gartentipp 10 – Winterschäden

Beim Frühjahrsputz im Garten fallen nun die Auswirkungen der sehr frostigen und zum Teil sehr sonnigen Woche im Februar auf. Dank des rechtzeitigen Schneefalls zeigen Stauden und Zwiebelblumen kaum Schäden. Dass immergrüne Gehölze jedoch besonders gelitten haben, erfahren die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie am Gartentelefon.

Auch im Klimawandel sind frostige Temperaturen möglich. In der Gesamtsumme war jedoch der Februar zu warm, auch wenn die Temperaturen zeitweise im zweistelligen Minusbereich lagen. Dann gab es Temperatursprünge von über 30 Grad, sodass fast warme 20 Grad Celsius erreicht wurden.

Erkennbare Schäden an Pflanzen

Schaut man sich im Garten oder auch in der Umgebung um, so erkennt man nun verbräunte Pflanzen. Oft sind es nicht ganze Pflanzen, sondern Teile wie einzelne Blätter oder junge Austriebe. Manchmal sind auch nur einseitige Schäden erkennbar oder der Schaden tritt an oberen Pflanzenteilen auf. Es sind vor allem immergrüne Pflanzen wie Kirschlorbeer, Thuja, Liguster, Heckenmyrthe (Lonicera nitida). Auch der sonst in Weinbaugebieten und an geschützten Standorten kälteverträgliche ausgepflanzte Rosmarin zeigt deutlich braune Verfärbungen und Frostschäden. Pflanzen in Kästen und vor allem kleineren Gefäßen sehen oft ebenfalls erfroren aus.

Ligusterhecke

Liguster lebt

Doch beispielsweise bei Liguster sieht der Schaden schlimmer aus als er ist. Er hat die Blätter verloren und die Triebe sind bräunlich verfärbt. Kratzt man aber mit dem Daumen an der der Rinde, so ist der Zweig noch grün.

angetriebene Rosen

Mancherorts hatten die Rosen schon angetrieben. Der starke Frost hat dies wieder zunichte gemacht und es sind sogar ganze Triebe erfroren. Schneiden Sie Rosen deshalb nicht zu früh. So können Sie frostgeschädigte Triebe entfernen und haben trotzdem noch genug Knospen für junge Austriebe.

Frosttrocknis

Pflanzenschäden durch Kälte? Meist nur indirekt, denn größtenteils sind vor allem immergrüne Pflanzen vertrocknet. Wie kann das sein? Durch die tiefen Temperaturen konnten die Pflanzen das Wasser nicht in die Blätter transportieren. Bei Pflanzen in Kästen oder Gefäßen war der gesamte Wurzelballen durchgefroren; eine Wasseraufnahme somit unmöglich. Bei größeren Gehölzen im Garten kam außer dem gefrorenen Holz auch noch Wassermangel im Boden dazu, obwohl der Boden heuer nicht durchgefroren war.

Betrachtet man die geschädigten Pflanzen erkennt man, dass der Standort eine wesentliche Rolle einnimmt. Geschützte Stellen, z.B. nahe der Hauswand, im halbschattigen Bereich, zeigen oft weniger Schäden. In offenen Lagen, mit Wind und Wintersonne, ist die Schädigung meist größer. Bei Gehölzen an Straßen oder Gehwegen können die Auswirkungen größer sein oder sich auch in den nächsten Wochen noch zeigen, wenn Streusalz eingesetzt wurde.

Schnee schützt

Noch rechtzeitig vor den eisigen Temperaturen fiel Schnee, selbst in milden Gegenden, wo Schnee kaum noch gekannt wird. Schnee legt sich schützend wie ein Teppich über die Erde und die Pflanzen. Niedrige Zwiebelblumen wie Winterling, Schneeglöckchen und Krokus zeigen keinen Schaden und sie blühen einfach weiter. Selbst Feldsalat auf dem Beet hat die Kältewelle unbeschadet überstanden. Unter der Schneedecke war der Boden gar nicht durchgefroren.

Und dann…..

Schneiden Sie geschädigte Pflanzenteile zurück. Eine leichte Düngung erleichtert den Pflanzen mit den Schädigungen zurechtzukommen. Nutzen Sie die Chance bei Totalverlust und verändern Sie den Garten mit Neuem.

Auch in Zukunft wird es längere frostige Phasen im Winter geben, die oft nur sehr lokal zu Schäden führen. Wässern Sie bei offenem Boden gelegentlich im Herbst und Winter Ihre Immergrünen vor allem vor Frostphasen, um Frosttrocknis vorzubeugen. Bei Obstbäumen hilft das Weißeln der Stämme oder das Umbinden mit Tannengrün bzw. Jute oder Vlies. Dann erwärmt sich der Stamm bei starker Sonneneinstrahlung nicht so stark und der Saftfluss wird verzögert. Starke Fröste könnten sonst zu Stammrissen führen.

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/266860/index.php

2021 – Gartentipp 09 – Start in den Frühling – auf in die Gärtnerei!

2021 – Gartentipp 09 – Start in den Frühling – auf in die Gärtnerei!

Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März. Das Wetter zeigt sich frühlinghaft sonnig und mild und zieht uns hinaus ins Freie. Da kommen die Lockerungen im Lockdown genau richtig. Gärtnereien, Baumschulen, Blumenläden und Gartencenter dürfen öffnen. Und wir holen uns den Frühling nach Hause, freuen sich sie Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie.

Es ist Zeit, Balkon und Terrasse zu schmücken, um zuversichtlich in die nächsten Wochen zu gehen. Je üppiger die Bepflanzung, umso mehr Freude bereiten uns die Pflanzen. Insekten werden durch die Blüten angelockt.

Bunte Blüten im Kasten

Primeln, Ranunkeln, Anemonen, Tausendschön, Vergissmeinnicht und Hornveilchen verbreiten gute Laune. Sie strecken gemeinsam mit den vielen blühenden Zwiebelblumen wie Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen und Hyazinthen ihre farbenfrohen Blüten in die Sonne. Das Angebot ist nun sehr vielfältig. Kombiniert mit frühlingsblühenden Stauden sind Balkon, Terrasse und Eingangsbereich über Wochen bunt geschmückt.

Wer es individuell mag, dem sind bei der Suche nach Gefäßen keine Grenzen gesetzt, solange es Möglichkeiten des Wasserabflusses gibt. Bei Nässe sterben die Wurzeln ab. Wichtig sind hochwertige Substrate, die Wasser und Nährstoffe speichern. Durch Lavasteinchen, Ziegelsplitt und andere strukturstabilisierende Zuschlagsstoffe bleiben die Erden luftig. Torffreie und torfreduzierte Substrate erfordern möglicherweise ein anderes Gießverhalten.

Sollten die Temperaturen nach einmal in den Minusbereich fallen, ist Schutz nötig. Ein Vlies oder auch einfach eine dünne Zeitungsauflage helfen bei wenigen Grad unter Null. Bei stärkerer Kälte räumen Sie die Gefäße besser kurzfristig ein.

Grünes Gemüse im Topf

Gemüseanbau im Kleinen, auf Balkon, Terrasse oder im Hinterhof, findet immer mehr Liebhaber. Eine Vliesauflage bei kalten Tagen und Nächten schützt die jungen Gemüsesetzlinge. Erste Salatpflanzen, vor allem der robuste Eichblattsalat, und Kohlrabi bekommen einen Platz im Balkonkasten oder in Kisten. Schnell noch ein paar Radiessamen in die Erde gedrückt. Auch kältetolerante Kräuter kommen an geschützte Stellen ins Freie. Das wärmeliebende Basilikum jedoch bleibt besser am Küchenfenster stehen.

Samen in die Erde

Im März beginnt die Aussaat verschiedener Fruchtgemüse. Für Chili und Paprika wird es schon richtig spät, denn sie haben eine lange Entwicklungsdauer. Die Tomaten-Aussaat erfolgt aber erst in der zweiten Hälfte des März. Dann wachsen die jungen Pflanzen kompakter. Verwenden Sie spezielle Aussaaterde. Diese ist nicht oder nur sehr wenig gedüngt und von der Struktur den Keimlingen angepasst. Auch wenn Wasser nötig ist, so gießen Sie nicht zu viel. Trauermückenlarven werden sonst gefördert und könnten die Wurzeln der Sämlinge schädigen.

Auf geht’s, hinaus geht’s

Nutzen Sie die Zeit und besuchen Sie Gartencenter, Gärtnereien und Baumschulen sowie Blumenläden, um das eigene Umfeld mit frühlingshafter Pflanzenfreude zu schmücken – sei es der Balkon, die Terrasse oder die Wohnung. Doch halten Sie Abstand beim Einkaufen.

Erfreuen Sie sich auch an den vielen Blüten und dem sprießenden Grün im Garten und bei Spaziergängen im Freien.

(Bilder: Christine Scherer sowie Marianne Scheu-Helgert und Isolde Keil-Vierheilig © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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Gemüse im Gartenjahr – Hinweise und Anregungen zum Biogarten

Gemüse im Gartenjahr – Hinweise und Anregungen zum Biogarten

großer Gemüsekorb

Im März kann man, wenn es das Ergebnis der Bodenuntersuchung erlaubt, etwa 3 l Kompost je m² düngen. Die Stickstoffgaben sind jetzt noch sparsam zu bemessen. 20 g eines Stickstoffdüngers je m² vor Kohlrabi oder Salat sollten in keinem Fall überschritten werden.

Für die ersten Aussaaten und Pflanzungen wird der Boden schonend bearbeitet. Umgegrabene Flächen werden mit dem Krail oder Rechen eingeebnet und saatfertig vorbereitet. Ein nicht umgegrabener Boden, insbesondere wenn er mit Gründünger im vergangenen Herbst bestellt wurde, trocknet und erwärmt sich langsamer.

Sehr frühe Aussaaten keimen im noch kalten Boden recht langsam. Es ist deshalb oft besser, mit der Aussaat zu warten. Die Keimlinge entwickeln sich dann umso schneller und sind weniger anfällig für Krankheiten im Saatbeet. Alle Aussaaten drückt man mit dem Rücken des Rechens oder mit einer Schaufel an.

Jungpflanze Salat
Die ersten Setzlinge bezieht man am besten aus einer Gärtnerei, die kräftige, gut abgehärtete Jungpflanzen anbietet.
Die unter ungünstigen Bedingungen selbst gezogenen Pflanzen kümmern oft und holen den Rückstand zu wüchsigen Pflanzen nie mehr auf.Bei selten angebotenen Gemüsearten wie Bleichsellerie bleibt keine Wahl. Sie müssen selbst herangezogen werden.
Vliesabdeckung
Mit Lochfolien, Vliesen, Folientunneln oder Frühbeetkästen werden die Wachstumsbedingungen verbessert, so dass eine um ein bis drei Wochen frühere Ernte möglich ist.
Vliese halten zusätzlich Gemüsefliegen von Rettich und Möhren fern, wenn sie unmittelbar nach der Saat aufgelegt werden. Unter der Voraussetzung, dass die Auflage dicht geschlossen ist, erhält man dann madenfreies Gemüse.
Vliese können bis höchstens Ende Mai auf den Beeten liegen bleiben. Anschließend sollte man Kulturschutznetze verwenden, die mehr Licht und Luft durchlassen.
 
Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/262882/index.php