Jedes Jahr wird von den bayerischen Gärtnern eine Zierpflanze des Jahres gewählt. Diese ist dann in vielen Mitgliedsbetrieben des Bayerischen Gärtnereiverbandes erhältlich. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen diese besondere sommerliche Pflanze vor.
Spezielle Zierpflanzen, die in Optik und Verwendung überzeugen, erhalten einen originellen Namen und dürfen sich „Bayerische Pflanze des Jahres“ nennen.
Zauberglöckchen der besonderen Art
Zauberglöckchen (Calibrachoa) sehen mit ihren trichterförmigen Blüten aus wie kleinblütige Mini-Petunien. Doch sie sind robuster und in der Pflege einfacher als Petunien. Gegenüber Wind, Regen und auch Hitze sind Zauberglöckchen unempfindlicher. Die Blüten werfen sie selbständig ab, wohingegen Petunien ausgeputzt werden. Klebrige Blätter wie bei Petunien sucht man vergebens. Zauberglöckchen wachsen meist in einem dichten Blütenteppich.
Mit einer riesigen Blütenfülle während des Sommers überzeugt „Feenstaub – das zauberhafte Glöckchen“. In großen Pflanzgefäßen und Ampeln entwickeln sich kompakte Kugeln, über und über mit pink und rosa Trichterblütchen besetzt. Feenstaub wuchert nicht, bis Ende des Sommers hängen die Triebe etwa 20 bis 30 Zentimeter über den Gefäßrand. Ein absolutes Highlight auf Balkon und Terrasse!
Da es sich um eine besonders schöne Sorte handelt, wurde „Feenstaub“ von bayerischen Gärtnern zur bayerischen Pflanze des Jahres gewählt. Dieses Zauberglöckchen ist nicht in Gartencentern oder Baumärkten erhältlich, sondern nur in teilnehmenden Gartenbaubetrieben des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes ab dem „Tag der offenen Gärtnerei“ am 25.04.2026.
So fühlt sich „Feenstaub“ wohl
Optimal ist ein Platz in der Sonne oder im Halbschatten. Wobei sich bei einem sonnigen Standort mehr Blüten bilden. Bei sommerlicher Hitze freut sich die Pflanze über ausreichend Wasser. Dauernass darf die Erde jedoch nicht sein, da sonst die Wurzeln absterben. Mit einer regelmäßigen wöchentlichen Gabe eines Flüssigdüngers oder eines Langzeitdünger bei der Pflanzung blüht „Feenstaub“ bis in den Spätsommer hinein.
Sommerliche Kombinationen
„Feenstaub“ wirkt nicht nur wunderschön als einzelner großer Blütenball, auch Kombinationen sind möglich. Achten Sie jedoch darauf, dass die Kombinationspartner nicht zu stark wachsen und dominieren. Sonst würden sie das Zauberglöckchen verdrängen. Leider interessiert „Feenstaub“ Insekten nur mäßig. Deshalb eignen sich Zusammenstellungen mit bienenfreundlichen Pflanzen. Besonders beliebt bei Bienen und anderen Bestäuberinsekten sind beispielsweise Ziersalbei, Fächerblume (Scaevola), Zweizahn (Bidens) und viele Kräuter.
Hier erfahren Sie weiteres zum „Feenstaub“ sowie zu den Bezugsquellen ![]()



