Oktober

Oktober

Gartenarbeiten im Oktober

Auch in dieser fortgeschrittenen Jahreszeit hat die Natur noch einiges zu bieten.
Zierpflanzen:
  • Jetzt ist die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen.In dieser Form sind auch günstiger als Containerware.
  • Vor der Pflanzung sollten die Rosen 24 Stunden, wenigstens aber über Nacht, gewässert werden. Die Wurzeln anschneiden (nicht zu stark kürzen) und beschädigte, geknickte Teile entfernen. Die Triebe mindestens um ein Drittel einkürzen.
  • Beim Pflanzen sollte die Veredelungsstelle eine Handbreit unter Erdniveau liegen.
  • Erde mit etwas Kompost vermischen, einfüllen und andrücken. Anschließend intensiv einschlämmen und zum  Schluss mit Erde anhäufeln.
  •  Im Frühjahr nicht abhäufeln! Die angehäufelte Erde stellt einen Verdunstungsschutz für die noch nicht zu Gänze bewurztelten Rosen dar.
Gemüse
  • Nicht umgraben, sonst verliert der noch warme, aktive Boden sehr viel Stickstoff! Wer umgraben nicht möchte, sollte warten, bis der Boden Kühlschranktemperatur hat, also unter 5 °C.
    Dann werden durch das Umgraben auch kaum noch von Mikroben Nährstoffe freigesetzt. Das kann aber noch viele Wochen dauern!
  • Wer zu Monatsbeginn Beete leer räumt, kann auch noch Kresse und Winterpostelein einsäen oder Wintersteckzwiebeln stecken.
  • Wer keine Gemüse mehr anbauen will, sät Gründüngung ein. Zu Monatsbeginn am besten Phazelia, später ist noch Winterroggen möglich.
  • Für mögliche Reifnächte legt man Verfrühungsvlies bereit, das dann über Salate, Koh|- oder Wurzelgemüse gelegt wird. Fruchtgemüse erntet man vor dem ersten Raureif ab.
  • Kürbisse und Süßkartoffeln lagern am besten trocken bei gut 10 °C.
  • Tomaten abernten und in flachen Steigen lagern, oft durchsehen und schnell aufbrauchen.
Obst
  • Auf Feld- und Wühlmäuse achten und bekämpfen.
  • Bäume vollständig abernten und Fallobst auflesen.
  • Baumscheiben unkrautfrei halten.
  • Empfindliche Gehölze wie Kiwis und Walnuss schneiden.
  • Erdbeeren nochmals abranken.
  • Himbeer- und Brombeerruten aufbinden.
  • Spätestens Anfang des Monats Leimringe an Obstbäumen anbringen, im Garten und auf der Streuobstwiese.
  • Steckhölzer von Johannisbeeren schneiden.
  • Ab Monatsende können wurzelnackte Obstgehölze gepflanzt werden.
  • Auf mäusegefährdeten Standorten Bäume in Drahtkörbe pflanzen.

(Quelle: Der praktische Gartenratgeber des Bay. Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.)

November

November

Gartenarbeiten im November

Zierpflanzen:
  • • Garten für die kalte Jahreszeit vorbereiten: Wasserleitungen im Außenbereich absperren und entleeren
    • Wasserbecken entleeren, Tauchpumpen entleeren und frostfrei lagern
    • Gartenwerkzeuge säubern, fetten und trocken lagern.
    • Letztes Laub vom Rasen entfernen und kompostieren. Gerbstoffhaltige oder ledrige Blätter wie die von Eichen oder Flieder verrotten eher langsam, während weiche Blätter wie z. B. von Japanischen Ahorn, Linde oder Hasel recht schnell umgesetzt werden und einen sehr schönen Kompost ergeben.
    • Nicht zu große Laubmengen dürfen auf den Pflanzflächen bleiben.
    • Winterschutzmaßnahmen an Töpfen und Pflanzen anbringen.
    • Immer- oder wintergrüne Stauden können in besonnten Lagen von Schattierungsmaßnahmen (wie z.B. Fichtenzweigen) profitieren, die sie u. U. vor dem Vertrocknen bewahren.
Gemüse
  • • Die Böden sind gut feucht. In milden Perioden gedeihen daher Wintersalate wie Zuckerhut, aber auch Gründünger hervorragend.
    • Unkräuter regelmäßig vor deren Samenbildung ausjäten
    • Im Gewächshaus ebenfalls jäten, so dass Spätsalate nicht bedrängt werden. (Fäulnisgefahr sinkt)
    • Kohlarten möglichst lange stehen lassen, vor leichten Reifnächten Vlies auflegen.
    • Wurzelgemüse möglichst lange stehen lassen, dabei natürlich auch laufend aufbrauchen.
    • Samenstände von Kräutern wie Fenchel oder Petersilie als Vogelfuter stehen lassen
    • Kürbisse, die noch gelagert werden sollen, weiterhin vor Frost schützen
    • Eingelagerte Tomaten schnell verwerten
Obst
  • • Auf Feld und Wühlmäuse achten und bekämpfen.
    • Bäume vollständig abernten. Fallobst auflesen, Fruchtmumien entfernen
    • Neupflanzungen auf Streuobstwiesen mit Wühlmauskörben schützen
    • Der Winterschnitt kann jetzt begonnen werden. Hierbei besonders auf kranke Baumteile (z. B. Mehltau und Obstbaumkrebs) achten und ausschneiden
    • Baumstämme zum Schutz vor Frostschäden weißeln
    • Obstlager kontrollieren
    • Obstgehölze in Kübeln dürfen auch über Winter nicht austrocknen
    • Beim Winterschnitt von Johannisbeeren auf Befall durch Gallmilben achten (Rundknospen) und entfernen.
    • Steckholzvermehrung bei Strauchbeeren

(Quelle: Der praktische Gartenratgeber des Bay. Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.)

Dezember

Dezember

Gartenarbeiten im Dezember

Zierpflanzen:
  • • Haus und Außenbereich mit immergrünen Nadel- und Laubgehölzen dekorieren. Übrig gebliebene Zweige können als Winter- und Sonnenschutz auf Beete oder Pflanzgefäße gelegt werden.
    • Winterschutzmaßnahmen regelmäßig überprüfen. Pflanzen im Winterquartier regelmäßig auf Schädlingsbefall kontrollieren.
    • Töpfe und Kübel im Außenbereich mit Schnee bedecken bzw. wenn möglich ganz einschneien lassen! Schnee bietet einen gewissen Frostschutz und versorgt die Töpfe bei wärmeren Temperaturen und Tauwetter mit Feuchtigkeit.
Gemüse
  • • Weiterhin Unkräuter vor einem möglichen Samenansatz in der Biotonne entsorgen.
    • Letzte Fruchtgemüse aufbrauchen
    • Salatbeete laufend nutzen: Endivien baldmöglichst, dann Radicchio, Zuckerhutsalat und Feldsalat schneiden.
Obst
  • • Schnittmaßnahmen möglichst bei trockenem Wetter durchführen.
    • Stärke des Winterschnitts nach dem Blütenknospenansatz ausrichten! Also bei wenig Blütenknospen wenig schneiden und umgekehrt.
    • Beim Pflegeschnitt an Streuobstbäumen auch Mistelbüsche entfernen.
    • Insbesondere bei Jungbäumen auf Befall durch Feld- und Wühlmäuse achten.
    • Auf Streuobstwiesen sollten Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt werden.
    • Neupflanzungen auf Streuobstwiesen mit Drahthosen und Wühlmauskörben schützen.
    • Stämme zum Frostschutz kalken.
    • Bei Obstgehölzen im Container darauf achten dass diese auch im Winter niemals austrockenen.
    • Bodenproben (mindestens alle 4 – 6 Jahre) nehmen und untersuchen lassen.

(Quelle: Der praktische Gartenratgeber des Bay. Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.)