Basilikum – ein königliches Kraut

Basilikum – ein königliches Kraut

Der Name Basilikum leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „königliche Heilpflanze“. Im deutschsprachigen Raum wird die Pflanze entsprechend auch als „Königskraut“ oder „Königsbalsam“ bezeichnet. Daran ist die hohe Wertschätzung erkennbar, die man dieser Pflanze früher entgegengebracht hat. In Indien galt die Pflanze sogar als heilig und wurde bei religiösen Zeremonien verwendet. Nach Mitteleuropa soll das beliebte Gewürzkraut bereits im 12. Jahrhundert gelangt sein.

Steckbrief

  • Heimat nicht sicher bekannt, vermutlich Vorderindien
  • Botanischer Name: „Ocimum basilicum“
  • Familie: Lippenblütler
  • Pflanzengröße: bis 50 cm hoch
  • Blüten: weiß bis rötlich
  • Blütezeit: Juni, Juli
  • Inhaltsstoffe: ätherisches Öl
  • Besonderheit: gute Bienen- und Hummelweide

Fruchtfolge

Um eine Anreicherung von Krankheitserregern und Schädlingen zu verhindern, sollten vor dem Basilikum mehrere Jahre weder Basilikum noch andere Lippenblütler (z.B. Melisse, Thymian, Pfefferminze, Salbei, Bohnenkraut) am gleichen Platz gestanden haben.

Kultur

Basilikum ist besonders licht- und wärmebedürftig, Temperaturen unter 10 °C füh-ren zu Wachstumsstockungen und bereits leichter Frost schadet den Pflanzen. Hierzulande wird Basilikum in der Regel einjährig kultiviert, während es in seinen Herkunftsgebieten durchaus mehrjährig wächst. Prinzipiell ist es möglich, die Pflanzen am Fensterbrett zu überwintern. Die hohen Lichtansprüche können jedoch im Winter nicht erfüllt werden. Die Blätter sind daher im Winter wenig aromatisch und die geschwächten Pflanzen sind oft ein Anziehungspunkt für Schädlinge und Krankheitserreger. Es empfiehlt sich, jedes Jahr neu auszusäen oder Pflanzen beim Gärtner zu kaufen.

  • Aussaat: ab Mitte April (Aussaat in Saatschalen)
  • Pflanzung: ab Mitte Mai (wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind)
  • Keimtemperatur: mindestens 12 °C
  • Keimdauer: 14 bis 20 Tage
  • Temperatur: optimal sind 20 bis 25 °C
  • Pflanzabstand: 20 x 25 cm, tief pflanzen

Achtung!
Basilikum ist ein Lichtkeimer, daher dürfen die Samen höchstens leicht mit Erde abgedeckt werden. Das Saatgut bleibt etwa 4 Jahre keimfähig.

Aussaat ins Freiland ist möglich von Mitte Mai bis Ende Juni. Reihenabstand 25 cm, etwa 50 Korn pro laufendem Meter.

Tipp:
Topfbasilikum kaufen, wenn es noch nicht zu groß ist, jeweils 2- 3 Pflanzen in neue Töpfe vereinzeln, eventuell Pflanzen bis auf 2-3 Blattpaare einkürzen.

Basilikum-Pflanzen lassen sich einfach und bequem durch Stecklinge vermehren. Dazu von einer gesunden Pflanzen ca. 10-15 cm lange Triebe abschneiden, im unteren Teil die Blätter entfernen und dann in ein Glas mit Wasser stellen. Das Wasser alle drei bis vier Tage wechseln, um so einer Fäulnisbildung vorzubeugen. Schon nach wenigen Tagen bilden die Stecklinge im Wasserbereich Wurzeln. Nach etwa 10 Tagen ist die Wurzelbildung so groß, dass man die bewurzelten Stecklinge eintopfen kann.

Standort und Nährstoffversorgung

Basilikum bevorzugt einen sonnigen Platz und einen humosen, durchlässigen Bo-den. Sehr zu empfehlen ist der Anbau im Balkonkasten am Fenster oder auf der Terrasse. Die Pflanzen besitzen ein mittleres Nährstoffbedürfnis. Erhöhte Stickstoffmengen führen zu einem verstärkten Wachstum, der Gehalt an ätherischem Öl nimmt dadurch aber ab („Verdünnungseffekt“). Die Einarbeitung von 3 l Kompost pro m² vor der Aussaat bzw. Pflanzung ist normalerweise ausreichend für eine gute Nährstoffversorgung. Stallmistdüngung vor der Basilikumkultur ist nicht ratsam, da sich dies negativ auf das Aroma auswirken soll.

Sorten

 

Die Blätter der Sorten unterscheiden sich mehr oder weniger deutlich in Form, Größe und Farbe. Dadurch lassen sich attraktive Pflanzungen von groß- und kleinblättrigen sowie grünen und rötlichen Sorten kombinieren.
Kleinblättrige Formen sind meist aromatischer, aber in der Regel auch besonders wärmebedürftig. Für den Anbau im Freiland kommen überwiegend großblättrige Formen in Frage. Basilikumsorten mit ausgefallenem Aroma werden vor allem in Kräutergärtnereien angeboten. Rasch kann man sich ein riesiges Basilikum-Sortiment aufbauen. Beispiele: Thaibasilikum, Zitronenbasilikum, Mexikanisches Gewürzbasilikum, Zimtbasilikum, Anisbasilikum, Peruanisches Basilikum.

Ernte und Haltbarmachung

Den höchsten Gehalt an ätherischem Öl enthält die Pflanze kurz vor der Blüte, dies ist in der Regel im Juni/Juli der Fall. Bei der Ernte kann etwa handbreit über dem Boden abgeschnitten werden, dabei sollten einige Blätter an der Pflanze bleiben. Aus den Resten treibt die Pflanze noch einmal aus, dies ermöglicht eine zweite Ernte kurz vor den ersten Frösten.

Kräuter werden üblicherweise getrocknet, um sie haltbar zu machen. Basilikumkraut zu trocknen ist möglich, aufgrund der Schleimstoffe, die es enthält, ist es aber nicht so einfach ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Günstiger als das Trocknen erscheint es, frisch geerntete Basilikumblätter (kleinge-schnitten) in Eiswürfeln einzufrieren. Basilikumkraut kann außerdem in Öl oder Essig eingelegt werden. Durch Kontakt mit Luft, kann sich das eingelegte Basilikum leicht braun färben.

Verwendung

es den Speisen ein frisches, appetitanregendes Aroma. Basilikum, das auch „Deutscher Pfeffer“ genannt wird, kann vielfach als Pfefferersatz eingesetzt werden. Meist wird empfohlen Basilikum erst am Ende der Garzeit zu verwenden. Zur klassischen italienischen Tomatensauce gibt man es allerdings bereits zu Beginn des Kochvorgangs zu. Basilikum schmeckt zu Salaten, Suppen, Gemüse, Fleisch und Fisch. Besonders gut passt es zu allen Speisen mit Tomaten. Basilikum soll magenstärkend, verdauungsfördernd, blähungstreibend und krampflösend wirken.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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Rhabarber

Rhabarber

Der Rhabarber ist eine alte Heil- und Gemüsepflanze. Er stammt aus Ostasien, wo er bereits 3000 v. Chr. in einem Kräuterbuch erwähnt wurde. Nach Mitteleuropa kam der Gemüse-Rhabarber erst im 18. Jahrhundert. Bei Hamburg wird er seit etwa 1840 angebaut. Hier war eines der größten Anbaugebiete Deutschlands. Heute liegen Anbauschwerpunkte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.
Aufgrund seiner Robustheit und der einfachen Kulturführung ist er bei vielen Freizeitgärtnern im Garten anzutreffen.

Botanik

Rheum rhabarbarum gehört zu den Knöterichgewächsen (Polygonaceae). Die imposanten Stauden bilden dickfleischige, ineinander gewachsene Wurzeln, das sogenannte Rhizom.

Boden und Klima

An den Boden und das Klima stellt der Rhabarber keine zu großen Ansprüche. Am besten gedeiht er allerdings auf mittleren bis schweren Böden, die gut mit Humus versorgt sind. Der Boden sollte eine gute Wasserhaltefähigkeit besitzen, allerdings nicht zu Staunässe neigen. Aufgrund der großen Blätter werden in den Sommermonaten und während des Wachstums große Wassermengen verdunstet. Somit besitzt er einen hohen Wasserbedarf. Staunässe und Bodenverdichtungen werden mit mangelhaftem Wachstum und Wurzelkrankheiten quittiert. Große und kräftige Stiele werden nur im vollsonnigen Anbau erzielt. Leichter Schatten wird vertragen. In sonniger Lage sind größere Erträge zu erwarten.

Fruchtfolge

Rhabarber ist eine Dauerkultur und kann als Staude weit über 10 Jahre stehen bleiben. Um gesundes kräftiges Wachstum zu gewährleisten, sollte Rhabarber nicht nach sich selbst gepflanzt werden. Eine Anbaupause von fünf Jahren ist sinnvoll.

Anbau und Pflege

Die Neupflanzung von Rhabarber erfolgt durch Zukauf oder durch Teilung des vorhandenen Wurzelstockes (Rhizom). Durch die Teilung wird gleichzeitig der Stock verjüngt und zum Wachstum angeregt. Die günstigste Pflanzzeit ist der frühe Herbst. Die Rhizome sollten zum Pflanzen 400 bis 500 Gramm schwer sein. Der Platzbedarf pro Pflanze beträgt etwa 1 m². Der Ertrag von ein bis zwei Stöcken reicht für eine Familie. Mehr Pflanzen werden nur bei größerer Vorratshaltung benötigt.

Damit sich kräftige Pflanzen entwickeln, wird im ersten Jahr nicht geerntet, sondern erst im zweiten Jahr von April bis Mitte Mai. Am besten lösen sich die Stiele aus den Bodenknospen durch eine ziehende Drehbewegung. In den folgenden Jahren ist mit Johanni (24. Juni) Ernteschluss, damit die Pflanze mit der Einlagerung von Reservestoffen für das kommende Jahr beginnen kann. Zudem ist der Oxalsäuregehalt im Sommer höher als im Frühjahr. Eine Vliesabdeckung im Frühjahr fördert ein früheres Austreiben und eine frühere Ernte.
Die bis zu 1,5 m hohen Blütenstände, die ab Mai erscheinen, sind regelmäßig zu entfernen. Lässt man die Blüte stehen, bilden sich Samen; sie sind zur Vermehrung nicht geeignet.

Sortenwahl

Bevorzugt werden heute rotstielige und -fleischige Sorten, da sie einen milderen Geschmack und einen geringeren Gehalt an Frucht- und Oxalsäure aufweisen. Am bekanntesten ist die Sorte ‚Holsteiner Blut‘. Ferner gibt es beispielsweise ‚Frambozen Rood‘, ‚The Sutton‘, ‚Vierländer Blut‘. Grünstielige Sorten bringen einen hohen Ertrag, bilden viele Blütenstände und sind im Geschmack wesentlich saurer.

Bodenvorbereitung und Düngung

Eine mindestens 30 cm tiefe Bodenlockerung vor der Pflanzung fördert das Wachstum. Rhabarber ist eine starkzehrende Pflanze. Eine jährliche Kompostgabe mit etwa 3 l/m² im zeitigen Frühjahr führt der Pflanze genügend Phosphor und Kali zu. Zusätzlich sind noch Stickstoffgaben erforderlich. Organische Dünger sollten bevorzugt werden. 150 g Hornmehl, auf zwei Gaben verteilt, decken den Stickstoffbedarf. Ammonsulfatsalpeter kann zur Düngung eingesetzt werden. Die erforderlichen 75 g Mineraldünger werden auf drei Teilgaben verteilt. Die Untersuchungsergebnisse der Bodenprobe sind auf jeden Fall zu berücksichtigen.

Pflanzenschutz

Rhabarber ist meist problemlos zu kultivieren. Nur in niederschlagsreichen Jahren und an ungünstigen Standorten (Schattenlagen) können verschiedene Blattfleckenpilze braune Stellen an Blättern und Stielen verursachen. Das Auftreten von Schädlingen kann vielfach vernachlässigt werden.

Verwendung

Verwendung finden nur die fleischigen Stiele, die nicht roh verzehrt werden sollten. Sie werden zu Kompott und Marmelade verarbeitet. Auch als Kuchen- und Tortenbelag sind sie beliebt. Beim Einkaufen erkennt man frische Ware an glänzenden festen Stangen und den frischen Abrissstellen. Sie können eingewickelt in ein feuchtes Tuch mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für die Vorratshaltung ist ein Einfrieren der geschälten und in Stücke geschnittenen Stängel am zweckmäßigsten. Ein Blanchieren ist nicht erforderlich. Rhabarber eignet sich auch zum Einsterilisieren.
Liebhaber von Rhabarber sollten beachten, dass grünfleischige Rhabarberstangen mehr Oxalsäure enthalten als rotstielige. Bei einem Verzehr in üblichen Mengen ist Oxalsäure kein Problem bei gesunden Personen. Aus geschmacklichen Gründen sind rotstielige Sorten zu bevorzugen. Sie sind nicht ganz so sauer und enthalten weniger Oxalsäure.

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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2021 – Gartentipp 03 – Winterportulak – frisches Grün im Winter

2021 – Gartentipp 03 – Winterportulak – frisches Grün im Winter

Frisches vitaminreiches Grün auf dem Teller auch in der kalten Jahreszeit? Das geht mit dem Winterportulak. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen das wenig bekannte Blattgemüse vor.
Während viele Wintergemüse wie Kohl und Möhren aus dem Lager kommen, werden die grünen Blätter des Winterportulak stets frisch geerntet. Noch frischer kommen sie aus dem eigenen Garten.

Ein Blattgemüse mit vielen Namen

Als Postelein, Kuba-Spinat und Tellerkraut tritt der Winterportulak ebenfalls in Erscheinung. Sein botanischer Name lautet Claytonia perfoliata (oder auch Montia perfoliata). Der Winterportulak gehört zur Familie der Quellkrautgewächse. Zum Namensvetter Sommer-Portulak, der ebenfalls als Blattgemüse verwendet werden kann, besteht übrigens keine Verwandtschaft.
Der Geschmack der Blätter ist eher etwas nussig und säuerlich. Sie lassen sich, ebenso wie die zerkleinerten dünnen Blattstiele, als Salat oder Komponente in Mischsalaten, beispielsweise mit Feldsalat verwenden. Aber auch pur auf dem Butterbrot oder im Quark findet Postelein Liebhaber. Salat gedünstet? Mit dem Kuba-Spinat ist es möglich. Er lässt sich dann wie richtiger Spinat verwerten. Und zu Smoothies können Sie das frische Grün ebenfalls beifügen.
Da es sich beim Winterportulak um ein Blattgemüse handelt, ist eine Lagerung nur kurzzeitig möglich. Frisch geschnittene Blätter bleiben nur wenige Tage im Kühlschrank frisch. Wer aber auf den Geschmack gekommen ist, schätzt künftig den eigenen Anbau im Garten – an Frische nicht zu übertreffen.

Winterportulak aus dem Garten

Die Anbaumöglichkeiten des Winterportulaks sind vielfältig: sei es im Gartenbeet, im Kleingewächshaus oder in Hochbeeten und größeren Gefäßen/Kisten. Voraussetzung ist ein feinkrümeliger Boden, denn die Samen sind sehr fein. Sie werden mit einem Reihenabstand von etwa 10 bis 20 und einer Reihentiefe von etwa einem halben Zentimeter gesät. Die Aussaat erfolgt im September und Anfang Oktober. Eine Einsaat im Gewächshaus ist noch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Somit eignet sich der Winterportulak wunderbar als Nachnutzung auf freien Beeten. In Kombination mit Feldsalatanbau im Gewächshaus haben Sie über die kalte Jahreszeit hinweg stets frisches Grün.
Die Ernte beginnt, je nach Aussaat, ab November. Schneiden Sie die fächerförmigen Blättchen auf den langen Stielen etwa einen Zentimeter über der Erde ab. Schon bald treibt die Pflanze aus dem „Herz“ nach. Bis zu viermal ist eine Ernte vor der Blüte möglich.
Auch wenn der Winterportulak Kälte gut verträgt, decken Sie die Pflanzen bei Kahlfrösten besser mit Vlies ab. Bei stärkeren Minusgraden färben sich die Blätter rötlich und verhärten. Bei Temperaturen um fünf Grad beginnt erneutes Wachstum des Kuba-Spinates.
Ab März bilden sich Blüten. Dann heißt es schnell nochmals ernten oder Samen gewinnen. Lässt man die Samen reifen, säen sie sich leicht selbst aus. Dies könnte schnell zu einem unkontrollierten „Unkraut“ werden. Sie können die Samen aber auch gezielt ernten. Färben sich die ersten Samen dunkel, schneiden Sie die ganze Pflanze ab und hängen Sie diese luftig in einem Netzchen auf. Die Samen reifen nach und fallen in das feine Netz. So erhalten Sie eigenes Saatgut für den nächsten Herbst.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

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2021 – Gartentipp 02 – Auf in ein neues Gartenjahr!

2021 – Gartentipp 02 – Auf in ein neues Gartenjahr!

Im letzten Jahr hat so mancher seine Lust am Garten entdeckt. Nicht nur die Betätigung im Freien, auch die Teil-Selbstversorgung erfährt einen großen Aufwind. Nutzen Sie jetzt die Zeit für die Gartenplanung, raten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Die freien Zeiten während des Lockdowns in der Corona-Pandemie sind gut geeignet, um sich intensiv mit dem kommenden Gartenjahr zu beschäftigen. Dies macht Lust auf den Frühling und Sommer im eigenen Garten.

Gartenplanungen und Informationen finden

Im tristen und kalten Winter sehnt man sich nach erwachendem und frischem Grün, nach saftigem Obst und Gemüse. Doch eine gründliche Vorbereitung ist wichtig. Möchten Sie größere Umgestaltungen vornehmen? Denken Sie nicht nur an sich, sondern auch an andere Lebewesen. Verwenden Sie Blühpflanzen, die Nahrung für Bienen oder andere Insekten sind. Eine gut durchdachte Staudenfläche ist pflegeleichter, farbenfroher und vor allem sinnvoller als eine Kiesfläche. Trockenmauern bieten Lebensräume wie auch kleinen Wasserstellen. Schwachwachsende Obstgehölze sowie Beerensträucher eignen sich auch für kleine Gärten und haben einen Mehrfachnutzen.

Oder geht es direkt um die Planung des Gemüsegartens? Da Gemüsekulturen recht kurzlebig sind, macht es Spaß zu experimentieren. Jedes Jahr gibt es neue Sorten und manchmal auch noch unbekannte Gemüsearten. Wer also Platz hat, sollte ruhig auch mal Neues ausprobieren. Planen Sie Gemüsearten- und -sorten, die im Garten guten Ertrag bringen und mit denen Sie sehr zufrieden sind ebenso mit ein. Schon bald kann es mit der Aussaat erster Gemüse beginnen. Achten Sie jedoch auf angegebene Pflegehinweise, damit es ein Erfolg wird.

Nutzen Sie die Zeit und schmökern Sie in Gartenzeitungen, in Gartenratgebern und anderen Zeitschriften. Wälzen Sie Gartenkataloge und suchen Sie Gartenseiten im Internet. Alles steht jetzt auf „Grün“. Lassen Sie sich inspirieren. Stöbern Sie nach Neuheiten, aber auch nach alten Sorten. Besonders bei Gemüse und Sommerblumen ist das Angebot sehr groß. Wenn die Gartencenter und der Gartenfachhandel wieder öffnen, sind Sie gewappnet und können sich mit Saatgut und Pflanzen eindecken. Viele Firmen bieten einen Online-Verkauf an. Hier haben Sie die Möglichkeit sich rechtzeitig Samen und anderes Zubehör zu bestellen.

Saatgut sichten

Wer selbst Blumen oder Gemüse aussät, sammelt in wenigen Jahren oft viele verschiedene Samentütchen an. Ordnen Sie diese, bevor Sie neue kaufen. Schon eine Einteilung nach Blumen und Gemüse kann hilfreich sein. Wenn Sie dann noch Fruchtgemüse aussortieren, da diese meist den Hauptteil der eigenen Aussaat ausmachen, haben Sie schon etwas Überblick gewonnen. Nicht jedes Saatgut hat die gleiche Keimfähigkeit und Haltbarkeit. Hinweise geben die Aufdrucke auf den Samenpäckchen. Bei geöffneten Tütchen spielt die Lagerung eine große Rolle, um die Keimfähigkeit aufrechtzuerhalten. Wer ganz sichergehen will, kann die Keimfähigkeit durch eine Saatgutprobe prüfen. Dies macht aber nur Sinn, wenn viele Samen vorhanden sind, z.B. bei Möhren.

(Bilder: Christine Scherer sowie Sybille Fertsch © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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2021 – Gartentipp 01 – Der Glücksklee – kleiner grüner Glücksbringer

2021 – Gartentipp 01 – Der Glücksklee – kleiner grüner Glücksbringer

Silvesterfeiern fanden diesmal in ganz kleinem Rahmen oder virtuell statt. Vielleicht haben wir uns deshalb selbst ein bisschen Glück für das neue Jahr geschenkt. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen die Glückspflanze vor.

Ein bisschen Grün in der tristen Zeit erfreut uns und mag es noch so unscheinbar sein, wie ein Töpfchen Glücksklee.

Ursprungsland Mexiko

Wer denkt, dass der Glücksklee mit dem heimischen Wiesen-Klee verwandt ist, irrt. Während man wirklich Glück braucht, um ein vierblättriges Kleeblatt in einer Wiese zu finden, trägt der Glücksklee immer vierteilige Blätter. Beim „Glücksklee“ handelt es sich meist um die Sauerklee-Art Oxalis tetraphylla, deren Ursprung in Mexiko liegt. Die viergeteilten Blätter wachsen an Stielen, bis zu 25 Zentimeter lang, und entspringen aus zwiebelähnlichen Rübchen. Die Blätter leuchten hellgrün und tragen deutliche braune Zonen. Am Abend schließen sich die Blätter wie Schirmchen. Während des Sommers bilden sich je nach Zuchtform meist rosa oder rote Blütenstände.

Glückskleepflege im Zimmer und im Freien

Damit die Pflanzen noch lange kräftig und kompakt bleiben, ist eine heller und kühler Standort ideal. Am besten liegen die Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad Celsius. Bei trockener und warmer Heizungsluft würden schnell weiche und sehr lange Blattstiele wachsen. Regelmäßige Wassergaben sind wichtig, jedoch sollte der Wurzelbereich nur mäßig feucht sein, um Fäulnis vorzubeugen.

Glücksklee kann uns mehrere Jahre erfreuen. Oxalis wird spätestens nach dem Frost im März in größere Töpfe mit durchlässiger Blumenerde gepflanzt und ins Freie gestellt. Ein halbschattiger Standort auf Balkon, Terrasse oder im Garten behagt der Pflanze. Achten Sie auf gleichmäßige Feuchtigkeit, denn austrocken dürfen die Pflanzen nicht. Bei ausreichender Bewässerung ist auch ein sonniger Platz möglich. Gelegentliche Düngegaben lassen die Pflanzen prächtig gedeihen. Überwintert wird dann ähnlich wie bei anderen Kübelpflanzen: frostfrei und hell. Bewährt hat es sich, getopfte Glückkleepflanzen Ende Oktober oder im November in einen kühlen Keller zu räumen und den Topf über Winter trocken zu halten. Das eingezogene trockene Laub wird Ende Februar entfernt. Stellen Sie die Pflanze nun hell, gießen und düngen Sie gelegentlich. Tipp: Sie können die Zwiebelchen von größeren Töpfen teilen. Außerdem können Sie eingezogene, kühl gestellte Töpfe etwa drei Wochen vor Silvester selbst zum Antreiben bringen.

Eine Alternative ist ein halbschattiger und geschützter Platz im Gartenboden. Dann werden die Knöllchen etwa fünf Zentimeter tief gesteckt und angegossen. Nach wenigen Wochen erscheinen die neuen Blätter und Blüten. Die Pflanze ist jedoch nicht zuverlässig winterhart. Deshalb braucht sie in der kalten Jahreszeit ausreichenden Kälteschutz. Bei starken Frösten kann sie erfrieren. Alternativ können Sie die Zwiebelchen aus dem Boden nehmen und den Ballen kühl und trocken überwintern.

(Bilder: Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie ein E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
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