
Was wäre ein Sommer ohne Zucchini? Reiche Ernte, vielseitig verwendbar und kräftig im Wachstum macht der eigene Anbau auch „Garten-Neulingen“ Spaß. Nach den Eisheiligen finden wärmeliebende Fruchtgemüsearten ihren Platz im Freien, wissen die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.
Auffallend große gelbe Blüten schmücken die Pflanzen, bevor sich die typischen Zucchinifrüchte bilden. Oft reichen schon ein oder zwei Pflanzen, um eine (kleine) Familie den Sommer über mit Zucchinifrüchten zu versorgen.
Zucchini im Garten

Zucchini sind kälteempfindlich und erhalten erst dann ihren Platz im Freien, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. In der Regel ist dies ab Mitte Mai. Sie brauchen einen lockeren, nährstoffreichen und humosen Gartenboden. Das Einarbeiten von Kompost und Hornmehl bei der Pflanzung ist sinnvoll. Während des Sommers braucht das Gemüse ausreichend Wasser. Um die Verdunstung aus dem Boden zu reduzieren hat es sich bewährt mit Grasschnitt oder anderem frischen organischen Material zu Mulchen. Dies fördert außerdem das Bodenleben und garantiert die Nährstoffnachlieferung.

Die Zucchini-Vielfalt ist groß. Neben walzenförmigen Früchten in grün, gelb und gestreift gibt es auch die Kugelform. Während die meisten Zucchini kompakt und buschig wachsen, bildet die Kletterzucchini lange Triebe, die am Zaun oder an einem Pfahl angebunden werden. Für die meisten Zucchinisorten planen Sie etwa einen Quadratmeter je Pflanze ein. Einjährige Sommerblumen im Randbereich locken Insekten an und machen den Gemüsegarten bunt.
Gelb leuchten die großen Trichter-Blüten der Zucchini, in denen auch häufig Bienen zu finden sind. Weibliche Blüten besitzen gleich einen kleinen Fruchtansatz, während die männlichen auf dünnen Stielen sitzen. Oft bilden sich erst nur männliche Blüten, bevor später bei wärmeren Temperaturen verstärkt weibliche Blüten erscheinen. Lassen Sie jedoch immer auch wenige männliche Blüten stehen.
Zucchini auch ohne großen Garten

Das beliebte Fruchtgemüse lässt sich auch anbauen, wo wenig Platz zur Verfügung steht. Selbst im Hochbeet, Kistengarten oder großem Kübel wachsen die Pflanzen und bilden ihre Früchte. Achten Sie auf ausreichend große Pflanzgefäße und nutzen Sie hochwertige Substrate. Es eignen sich besonders Sorten, die kleiner und kompakt bleiben. In Bayern wurden eine grüne und eine gelbe Sorte zum „Gemüse des Jahres 2021“ gekürt. Mitgliedsbetriebe des Bayerischen Gärtnerei-Verbandes und der Initiative „Ihre RegionalGärtnerei“ bieten „Fred“ und Wilma“ exklusiv an. Beide Sorten haben einen kompakten Wuchs und auch die Früchte werden nicht allzu groß.
Zucchini kulinarisch

Gegen eine Schwemme an Zucchinifrüchten hilft am besten eine frühzeitige Ernte. Die optimale Fruchtgröße liegt bei etwa 12 bis 25 Zentimetern. So erntet man dann zwar vielleicht weniger an Masse, dafür aber nur schmackhafte und besonders zarte Früchte. Diese schmecken auch roh in dünnen Scheiben oder geraspelt im Salat. Gebraten, gekocht, gedünstet, gegrillt – leckere Rezepte mit Zucchini findet man schnell. Groß gewordene Früchte eignen sich auch noch für Suppen, Chutneys oder für Kuchen. Durch die härtere Schale der großen Früchte sind diese auch ein paar Tage länger haltbar.
Zucchini-Blüten, vorzugsweise männliche, können Sie braten, frittieren und füllen und werden so eine leckere Vorspeise.
(Bilder: Bayerische Gartenakademie sowie Christine Scherer © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim)
Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de
Bilder und Text: © Bayerische Gartenakademie an der LWG Veitshöchheim, mit freundlicher Genehmigung
http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/wochentipps/271212/index.php




Die Felsenbirne ziert mit auffällig weißen sternförmigen Blüten, die im April und Mai, meist in Trauben von fünf bis acht Einzelblüten endständig an den Zweigen sitzen. Die Blütenfülle sticht besonders hervor, weil die Blüten schon vor dem Laubaustrieb erscheinen. Dieser ist bronze- oder kupferfarben und leicht behaart, bevor sich dann die sattgrünen rundlichen Laubblätter bilden. Die Blüten sind selbstfruchtbar. Deshalb bringt auch ein einzelner Strauch im Garten Früchte hervor. Wie auch viele andere Rosengewächse ist die Felsenbirne ein Nährgehölz für (Wild-)Bienen und Hummeln.
Größere Früchte bringen spezielle Fruchtsorten wie ‘Prince William‘, ‘Northline‘, ‘Smoky‘ und ‘Ballerina‘ hervor, die zudem kompakter wachsen. Als „Wildobst“ sind in gut sortierten Baumschulen erhältlich.


Geerntet werden nur dickere und mittelstarke Rhabarberstiele. Die Blätter sind zum Erntezeitpunkt nicht mehr wellig, sondern schon ziemlich glatt ausgebreitet. Mit einem kräftigen Drehen des Stängels an seiner Basis löst man ihn von der Pflanze. Auf Schneiden verzichtet man besser, da das verbleibende Stängelstück oft zu Faulen beginnt. Bei jedem Erntegang entfernt man etwa fünf Stiele je Pflanze. Die Anzahl ist von der Pflanzengröße abhängig. Doch bleiben besser noch zwei Drittel der Rhabarberstiele stehen. So kann sich die Pflanze erholen und weitere neue Erntestangen bilden. Entfernen Sie gleich nach der Ernte die großen Blätter vom Stiel, damit die Stängel knackig und frisch bleiben. Die zerkleinerten Blätter können auf den Kompost, oder aber auch als Mulchmaterial auf Beet oder unter Sträuchern verteilt werden.



Unter Streuobst verstehen wir einen großkronigen Baumbestand verschiedener Obstarten und -sorten mit unterschiedlichem Alter, Pflegezustand, Pflanzabständen und Unternutzung. Überwiegend handelt es sich um kräuterreiche Wiesen, die den Wert des Biotopes und die Biodiversität erhöhen. Hier dürfen auch alte vergreiste Baumveteranen stehen, in deren Baumhöhlen und dichterer Verzweigung Vögel Schutz suchen und brüten. Liebhaber bringen zusätzliche Nisthilfen für Vögel ein und legen Stein- und Totholzhaufen für Igel oder Reptilien an.
Große Obstbäume spenden Schatten, binden Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Durch extensive und biologische Bewirtschaftung werden Boden und Grundwasser geschont, außerdem Nützlinge gefördert und vielen Tieren Lebensraum gewährt. Jetzt zur imposanten Blüte dieser landschaftsprägenden, von Weitem sichtbaren Obstbäume nutzen Honig- und Wildbienen diese wichtige Nahrungsquelle. Durch ihre wertvolle Bestäubung sorgen sie für guten Obstertrag.
Normalerweise werden Ende April/Anfang Mai viele Aktionen inklusive Führungen zur Obstbaumblüte veranstaltet. Diese finden coronabedingt nicht statt. Sie können jedoch, in diesen von Abstandsregeln geprägten Zeiten, Ausflüge mit der Familie in die Natur unternehmen. Die imposante rosafarben bis weiße Blüte der unterschiedlichen Obstsortenbäume, das satte Grün der Wiesen mit verschiedenen Blumen und Kräutern laden zum Erkunden ein. Beobachten Sie auch Vögel, die jetzt Raupen von den Zweigen und Blättern picken, um ihre Jungen zu füttern und lauschen Sie dem Vogelgezwitscher. Auf Streuobstlehrpfaden finden Sie auch viele Hinweise auf Infotafeln.