Ran an die Erdbeeren!

Ran an die Erdbeeren!

Zeit für die Erdbeerpflege im Frühjahr

Die Temperaturen liegen oft schon im zweistelligen Bereich und der Boden ist abgetrocknet. Nach dem Winter benötigen die Erdbeerpflanzen Pflege, damit sie in ein paar Wochen wohlschmeckende Früchte bieten können. Was jetzt zu tun ist, berichten die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie.

Wenn sich der Frühling ankündigt, erwachen auch die Erdbeerpflanzen im Gartenbeet aus dem Winterschlaf. Überwinterte Erdbeerpflanzen sollen gesund und kräftig in die neue Saison starten.

Erdbeerpflanzen im Winter

Größere Fröste sind vorbei. Wenige Grad unter null vertragen die Erdbeerpflanzen problemlos, auch ohne Vliesabdeckung. Wird es aber doch noch frostig, so ist ein derartiger Schutz empfehlenswert, besonders, wenn Wind dazukommt und die Pflanzen in Töpfen oder anderen Gefäßen stehen. Ein stetiger Wechsel zwischen milden Temperaturen und Frost bekommt den nun aus dem Winterschlaf erwachenden Erdbeerpflanzen schlecht.

Jetzt hängen an den Pflanzen viele braune und dürre Blätter. Das Erdbeerlaub verfärbt sich über den Winter und stirbt schließlich ab. Dies ist gleichzeitig ein Winterschutz für die Pflanze, damit aus dem empfindlichen Rhizom wieder neue Laubblätter bilden können.

Erdbeerpflege im Frühjahr

Spät im letzten Jahr gepflanzte Erdbeeren könnten durch Winterfröste „hoch gefroren“ sein. Diese werden dann in die Erde gedrückt, damit sie wieder Bodenkontakt haben und wurzeln können. Besonders wichtig ist nun das Durchputzen der Erdbeerpflanzen. Schiebt man die dürren Blätter zu Seite, erkennt man das zarte Grün, das vom Rhizom austreibt. Jetzt ist es Zeit das dürre Laub sorgfältig zu entfernen. Damit sorgen Sie für eine gute Pflanzenhygiene und verhindern eine mögliche Verbreitung von Krankheitserregern wie Falscher Mehltau, Grauschimmel und Blattflecken. Schneiden Sie mit der Gartenschere das alte Laubwerk einige Zentimeter über dem Boden ab. Saftig grüne Blätter, die gut über den Winter gekommen oder gar schon ausgetrieben sind, bleiben an der Pflanze. Das alte Blattwerk wird bei den einmaltragenden Erdbeersorten genauso entfernt wie bei mehrmals tragenden und die immertragenden Monatserdbeeren. Bei diesen ist der Rückschnitt des alten Laubs sowieso nur im Frühjahr sinnvoll, da Monatserdbeeren vom Frühsommer bis zum Frost immerzu Blüten und Früchte zur gleichen Zeit tragen. Entsorgen Sie den Rückschnitt in der Biotonne.

Die milde Witterung lässt das Unkraut sprießen, auch im Erdbeerbeet. Hacken Sie den Boden flach. Rechtzeitiges Jäten spart auch hier später viel Arbeit und der Boden wird gleichzeitig gelockert. Danach erfolgt eine leichte Düngung mit organischen Düngern wie Hornmehl oder Schafwollpellets, welche die Pflanzen mit Stickstoff versorgen und sich günstig auf das Bodenleben auswirken. Von der Düngung profitieren vor allem schwache Pflanzen oder Pflanzungen auf sehr leichten Böden. Nur eine kräftige Pflanze kann auch für die Früchte sorgen, deren Blüte schon im Vorjahr angelegt wurden.

Wer die Erdbeerernte ein paar Tage verfrühen will, legt ab Mitte März bis zur beginnenden Blüte ein Vlies oder eine Lochfolie über den Bestand. Das Mikroklima fördert vor allem in den kühleren Aprilwochen das Wachstum.